Tai-Chi-Ausbildung Deutschland

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Taijiquan-Lehrer-Ausbildung, kostenfreie Kassen-Zertifizierung, ganzheitliche Gesundheitsförderung und berufliche Weiterbildung. Wir bieten:Taiji-Fachinfos für mehr Transparenz. Durch Fakten-Check und Forschung sind Lehrende stets bestens informiert. Eine schnell-wachsende Community erleichtert Kontakt, stärkt die Motivation und begeistert weitere Menschen für die faszinierende Welt dieser Meditation in Bewegung. Danke für Ihre Verlinkung auf www.tai-chi-welt.net

 

 

Das "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" - Artikel von Dr. Langhoff

Bereits in meinem Gestalt-Ansatz des "Richtig Lernens und Lehrens" habe ich auf die schwelenden Konfliktfelder aufmerksam gemacht. Es klafft eine eigentlich recht deutlich erkennbare Lücke zwischen östlicher und westlicher Weltanschauung. Das übliche Ignorieren ist längst ein Teil des Problems geworden und kann natürlich nicht die Lösung sein. Siehe dazu das ZPP-Stundenbild Qigong Tai Chi Ausbildung Hamburg.

Angesichts der zunehmenden Zivilisationskrankheiten, der oft schlechten Ernährungsweise und des weit verbreiteten Bewegungsmangels wächst in vielen Teilen der Bevölkerung das Interessen an östlichen Gesundheitsübungen wie Tai Chi Chuan und Qigong. Über die letzten Jahrzehnte hat sich die Zahl der Praktizierenden und auch die Zahl der Lehrenden stetig erhöht. In den ursprünglich stark esoterisch gefärbten traditionell betriebenen Systemen haben sich dabei in einem gewissen Maße auch Standards westlicher Gesundheitsbildung und Erwachsenenbildung etabliert. Eine Vorreiterrolle gebührt dabei dem Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong ev (DTB) und den Krankenkassen. In letzter Zeit haben zudem die verschärften Vorgaben der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) für Bezuschussung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen die Pädagogik und Didaktik in den Fokus gerückt. Bei der Erstellung der ZPP-Stundenbilder, Kursleiter-Manuale und Teilnehmer-Handouts tun sich viele Lehrende schwer. Dies zeigt die Nachfrage nach den kostenlosen Downloads des DTB-Service deutlich.

Die zunehmende Akzeptanz einheitlicher und verbindlicher Qualitätsstandards in der Lehrerschaft hierzulande läßt all diejenigen ins Hintertreffen geraten, die sich ausländischen Lobby-Verbänden chinesischer Wushu-Meister angeschlossen haben. Deren esoterisch-traditionelle Weltanschauung ist unvereinbar mit westlicher Ideologie-Freiheit, Transparenz und Fakten-Treue. Kurz gesagt, bestehen Konflikte zwischen dem wachsenden Bedürfnis nach moderner Taiji-Qigong-Gesundheitsförderung und dem Beharren chinesischer Großmeister und ihrer Verbände. Deren Schüler sind in diesem Dilemma recht hilflos gefangen. Ihnen fehlt die passende Strategie und der notwendige "Plan B".

Auch im Yang-Family-Taijiquan, mit dem ich ja gut vertraut bin, haben wir es mit sehr unterschiedlichen, gegensätzlichen Kräften zu tun, die aufeinander einwirken, sich gegenseitig beeinflussen und auf diese Weise das Verständnis erschweren. Ein anschauliches Beispiel sind die sogenannten "Yang Chengfu Tai Chi Center", die abhängig von den Weisungen der "International Association" mit Sitz in Seattle sind. Der Vorsitzende Meister Yang Jun skizziert seine Position auch für Laien verständlich mit seinem umstrittenen Webauftritt auf EsoGuru.com. Bezeichnend ist auch die irritierende Rolle von Yang Daofang zwischen den Generationen der Meister.

Wie andere Taiji-Qigong-Glaubensgemeinschaften findet ma in der Asssociation, ihren Centern und ihren Affiliates eine komplex-verwickelte Gemenge-Lage, die in dem DTB-Dossier "Das Yang-Chengfu-Center-Syndrom" erklärt wird. Das Syndrom präsentiert sich wie der sprichwörtliche "Gordische Knoten". Die Symptome betreffen u. a. Kampfkunst, Gesundheit und Meditation. Die Yang-Chengfu-Center-Devise, davor die Augen zu verschließen, kommt naturgemäß bei offenen DTB-Lehrern nicht gut an und führt zu einer zunehmenden Isolierung, zudem die Center ja vom DTB und den angeschlossenen Organisationen weder zertifiziert noch akkreditiert sind.

Statt Irrtümer, Irrlehren, falsche Schlussfolgerungen und unhaltbare Versprechungen offen zu diskutieren und zu korrigieren, werden Forschungen und Fakten ignoriert bzw. kleingeredet. Eng gesponnene Informations-Kokons und Social-Media-Mob-Rule verhindern den nötigen weltanschaulich neutralen Weitblick, der unsere westlichen Werte auszeichnet. Leider legen auch die Medien oft den Schwerpunkt der Berichterstattung auf "gefühlte Fakten" statt sich auf die Expertise von Fachleuten zu beziehen.

Doch es besteht Hoffnung auf Besserung, da Institutionen wie Volkshochschulen, Betriebe, Sportvereine und der Reha-Bereich vermehrt die Profile ihrer Kursleiter durchleuchten und die Esoteriker der Glaubensgemeinschaften aussondern möchte. Die DTB-Clearing-Stelle "Yang Chengfu Center Syndrom" fordert seit langem: Bewährtes beibehalten, Überkommenes loslassen und Sinnvolles integrieren. Ihre Multimedia-Dossiers werden seit Jahren auch im Center-Umfeld ausgiebig genutzt. Das Interesse an Fakten-Check nimmt stetig zu und führt so zu mehr Transparenz und Teilnehmerschutz in der Prävention.

 

 

"Yang Chengfu Tai Chi Center" - der Name ist Programm

DTB-Geschäftsführer Dr. Langhoff sagt dazu (FAQ Yang Chengfu Center) : Yang Zhenduo versucht, mit der Bezeichnung "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" aus dem Namen seines berühmten Vaters Kapital zu schlagen für die Karriere seines Enkels im Westen. Dies ist normal und in der gesamten Yang-Familie nicht neu. Neu hingegen ist, dies konkret vorzuschreiben für die Namen aller Schulen, die schriftlich von Yang Zhenduo oder Yang Jun als Mitglieder der "International Association" bestätigt sind. Rückblickend kann man sagen, daß diese Entscheidung nicht nur unklug war sondern Ursache für die Entwicklung hin zu dem, was ich "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" genannt habe.

Was steckt eigentlich hinter der Bezeichnung "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center"? Das normale Sprachempfinden versteht darunter "eine Schule zum Erlernen der Tai-Chi-Form von Yang Chengfu". Bei den Schulen der "International Association" bedeutet der Titel jedoch etwas völlig anderes: "Tai-Chi-Center, die dem Andenken an Yang Chengfu gewidmet sind" - gut erkennbar auch in der Kurzfassung "Yang-Chengfu-Center. Diese ganz offen zugegebene egoistische Umdeutung liefert wohl den besten Einblick in die Motive des "Shanxi-Seattle-Clans" und seine Heilslehre "zum Wohle der Menschheit. Dahinter steht bekanntlich der von Yang Jun geäußerte Wunsch, daß seine "Vorfahren stolz auf ihn sein sollen", wenn er ihnen einst gegenüber tritt.

Ich persönlich würde mich nicht so naiv vor den Karren anderer Leute spannen lassen und dies auch noch bejubeln - insbesondere wenn dazu Wushu-Gehorsam und "Glauben-Müssen" eingefordert wird! Ich setze mich von dieser rückwärtsgewandten Esoterik-Folklore deutlich ab durch meine Methodik des "Richtigen Lernens und Lehrens". Innerhalb der Center-Welt mit ihren eindimensionalen, voreingenommenen Anschauungen sind Korrekturen von Vorurteilen und Irrtümern Yang Chengfus praktisch verunmöglicht - und wer diesem Eso-Kult folgt, schadet letzlich sich selbst, weil er so ja nicht vorankommen kann mit seiner eigenen Weiterentwicklung.

 

Parallele: Das "Gesundheits-Qigong"

Eine parallele Denkweise zu meiner Position findet sich im Konzept des "Health-Qigong" der chinesischen Institute. Sie haben in Langzeit-Evaluationen bestimmte Qigong-Arten als besonders effektiv nachgewiesen und diese von ihrem Esoterik-Ballast befreit. Durch diese "Abschneiden alter Zöpfe" haben sie auch die Qigong-Gesundheitsförderung hierzulande einen entscheidenden Schritt weitergebracht. Bereiche des "Gesundheits-Qigong" sind Teil der DTB-Lehrerausbildung. Dazu gehört das "Muskel-Sehnen-Qigong Yijinjing" und die "Acht Brokatübungen Baduanjin".

Parallele: Das "Shindo Yoshin Ryu Jujutsu"

Auch im japanischen Jujutsu findet man ein entsprechendes Konfliktfeld zwischen Tradition und den Anforderungen der heutigen Zeit. Manche Übungen sind geheim und manche werden öffentlich gelehrt. Ich hatte dazu vor einigen Jahren SYR-Kaicho Toby Threadgill zu einem gut besuchten internationalen Lehrgang nach Hamburg eingeladen, bei dem es um die Nairiki-Übungen ging im Zusammenhang mit Kampfkunst, Gesundheit und Meditation. Die Koryu-Diskussion und die enge Tradition des Nihon-Bujutsu in Teilen der Schülerschaft des Sensei hatte mir damals recht drastisch die Parallelität des obigen Spannungsfeldes aufgezeigt. Das von mir seit 1969 betriebene Wado-Ryu-Karate wurde übrigens von H. Otsuka aus dem Shindo Yoshin Ryu Jujutsu entwickelt. Diese hat die gleichen "Internals" wie das Tai Chi. Dies widerlegt im Übrigen die irrige Auffassung von Yang Chengfu, nur Tai Chi, Bagua und Xinyi hätten diese Inneren Prinzipien. Tipp:
Der DTB als Korrektiv für Fehlentwicklungen Schulen und Lehrende, die ihre Ausbildung als "traditionell", "authentisch" oder "klassisch" bezeichnen, grenzen sich oft nicht ausreichend ab von Meistern mit esoterischem Hintergrund. Diese Fehlentwicklung hat zur Verbreitung von sekten-artigen Gruppierungen beigetragen. Der Taijiquan-Qigong-Bundesverband DTB eV hat eine ganzheitliche Konzeption entwickelt, das weit über die Grenzen Deutschlands als effektives Korrektiv für solche Negativ-Symptome bekannt und geschätzt ist. Siehe dazu auch Fragen & Feedback zur Tai-Chi-Qigong-Ausbildung Österreich und zur  Tai-Chi-Qigong-Ausbildung Schweiz.

 

Quellen und Lesetipps:

Qigong Tai Chi Ausbildung Berlin

Tai Chi Verband Ausbildung Hamburg